Die Handschriften zur „Coß“

Adam Ries

 

Handschrift, (Faksimile erschien 1992), Titelblatt von Martin Kupffer, 1664

276 Bl., 34 x 25 cm

Seit 2008 Leihgabe der Stadt Annaberg-Buchholz,

1525 vollendete Adam Ries die Reinschrift des ersten Teils seiner „Coß“, die jedoch ungedruckt blieb. Um 1550 überarbeitete Ries das Konzept. Etliches ging verloren – vorhanden sind heute noch etwa 160 Seiten. In den Zwischenjahren beschäftigte sich der Mathematikus mit den „Data“ des Jordanus Nemorarius – hiervon liegen noch 25 Seiten vor. 1554 schloss Ries den zweiten Teil seiner „Coß“ ab.

Der Dresdener Rechenmeister Martin Kupffer band schließlich 1664 die Schriften zum vorliegenden Konvolut zusammen. Auf den Aufruf des Ries-Forschers Bruno Berlet hin, entdeckte Schuldirektor Schreiter 1855 das vermeintlich verschollene Werk in der Kirchen- und Schulbibliothek Marienberg. Prof. Wolfgang Kaunzner und Prof. Hans Wußing gelang es schließlich im Jubiläumsjahr 1992, die „Coß“ im Faksimile und mit einem Kommentar herauszugeben. Diese Edition beeinflusste maßgeblich die Sichtweise auf das Gesamtwerk des Rechenmeisters.